Ramadan 2026 VAE: Termine, Zeiten, Regeln & Eid | Die Geissens Real Estate | Luxus Immobilien mit Carmen und Robert Geiss – Die Geissens in Dubai
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Ramadan 2026

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Wenn die Sonne früher hinter den Glasfassaden von Dubai verschwindet, wird der Tagesrhythmus im ganzen Land neu geschrieben: Ramadan 2026 in den VAE wird voraussichtlich Ende Februar beginnen und etwa 29 oder 30 Tage dauern – endgültig bestätigt wird der Start traditionell erst durch die Mondsichtung. Für Bewohner, Besucher und Unternehmen ändern sich dann Arbeitszeiten, Schulabläufe und das Tempo der Stadt, während Iftar-Zelte, Suhoor-Lounges und nächtliche Einkaufsstunden den Abend zu einer zweiten Hauptzeit machen. Der Guide erklärt, was sich praktisch verändert – von Fastenregeln und Etikette bis zu Öffnungszeiten, Veranstaltungen und Reiseplanung – und warum gerade diese Wochen sich jedes Jahr auch wirtschaftlich und immobilienseitig bemerkbar machen.

Es ist kurz vor Sonnenuntergang. Ein warmer Wind streicht durch die Straßen, als hätte er es eilig. Auf der Sheikh Zayed Road wird der Verkehr noch einmal dichter, dann plötzlich – ein kleines Nachgeben, ein gemeinsames Einatmen. In den Büros klappen Laptops zu, in den Küchen werden Datteln auf Teller gelegt, und irgendwo im Hintergrund summt ein Wasserkocher wie ein ungeduldiger Countdown.

„Nur noch zehn Minuten“, sagt jemand neben mir im Aufzug, und obwohl wir uns nicht kennen, klingt es wie eine Verabredung. Ramadan macht aus Fremden Nachbarn im selben Takt. In den Vereinigten Arabischen Emiraten verändert sich in diesen Wochen nicht nur der Speiseplan, sondern der ganze Tag: Er wird kürzer, stiller, konzentrierter – und nachts plötzlich weit, lebendig und hell.

Wann beginnt Ramadan 2026?

Ramadan folgt dem islamischen Mondkalender. Deshalb verschiebt sich der Monat jedes Jahr im gregorianischen Kalender um rund zehn bis elf Tage nach vorn. Für 2026 wird in den VAE damit gerechnet, dass Ramadan gegen Ende Februar beginnt und 29 oder 30 Tage dauert. Der entscheidende Moment ist jedoch die offizielle Bestätigung durch die Behörden – sie richtet sich traditionell nach der Mondsichtung. Das heißt: Kalender können eine sehr gute Orientierung sein, aber die endgültige Ansage kommt kurz vorher.

Und das ist typisch für Ramadan: Er hat etwas Zeitloses und gleichzeitig etwas hochkonkret Organisiertes. Man plant Einladungen, Schichten, Lieferketten – und lässt doch Platz für den Blick in den Himmel.

Was bedeutet Ramadan im Alltag?

Am Tag wirkt die Stadt wie auf „leiser“. Das Fasten (für muslimische Gläubige) umfasst in der Regel den Verzicht auf Essen und Trinken zwischen Morgendämmerung und Sonnenuntergang. Für viele Nicht-Muslime in den VAE ist Ramadan vor allem eine Zeit der Rücksichtnahme: Man lernt, wann man besser unauffällig Wasser trinkt, wie man Einladungen annimmt, und warum ein schlichtes „Ramadan Kareem“ Türen öffnet.

In den letzten Jahren haben sich Regeln und Praxis in den VAE deutlich modernisiert und vereinheitlicht. Essen und Trinken in der Öffentlichkeit ist vielerorts für Nicht-Fastende möglich, dennoch bleibt der Ton klar: Respekt ist der Dresscode dieser Wochen. Nicht als Vorschrift, eher als unausgesprochene Etikette, die erstaunlich gut funktioniert.

Arbeitszeiten: Der Tag wird kürzer

Ramadan bedeutet in den Emiraten traditionell reduzierte Arbeitszeiten – für viele Beschäftigte wird der Arbeitstag verkürzt, wobei die konkrete Umsetzung je nach Sektor (öffentlich/privat), Betriebsmodell und behördlichen Vorgaben variiert. In der Praxis spürt man es sofort: Meetings wandern in den Vormittag, Entscheidungen werden früher getroffen, und der Feierabend rückt näher an den Moment, in dem die Stadt sich auf Iftar vorbereitet.

Wer als Besucher kommt, merkt die Veränderung nicht an geschlossenen Türen, sondern am Rhythmus: Vormittage sind produktiv, Nachmittage sanfter – und die Nacht übernimmt.

Schule, Alltag, Familie: Ein neuer Takt

Auch Schulen und Familien organisieren sich neu. Spätere Abende, frühe Suhoor-Mahlzeiten vor der Morgendämmerung, weniger lange Tage – Ramadan ist ein Monat, in dem Kalender flexibler werden müssen. Viele Familien planen den Nachmittag bewusst ruhiger: Hausaufgaben früher, Sport später, Besorgungen am Abend.

Es ist diese Verschiebung, die sich so filmisch anfühlt: Um 21 Uhr sind Malls voll, Cafés wach, Straßen hell. Und morgens? Da wirkt selbst Dubai kurz wie eine Stadt, die noch träumt.

Iftar und Suhoor: Der Moment, der alles verändert

Die Minuten um den Sonnenuntergang haben eine besondere Spannung. In Restaurants werden Teller bereitgestellt, in Hotels wachsen Buffets zu kleinen Landschaften aus Suppen, Reis, gegrilltem Fleisch, Salaten und Süßem. Aber oft ist es etwas ganz Einfaches: Datteln. Wasser. Ein stilles „Bismillah“ – und dann lächeln alle, als hätten sie gerade gemeinsam einen Gipfel erreicht.

Nach Iftar beginnt in den VAE die zweite Tageshälfte: Suhoor wird später in der Nacht serviert, manche Lounges und Zelte bleiben bis nach Mitternacht geöffnet. Wer Ramadan zum ersten Mal erlebt, staunt: Die Stadt schaltet nicht aus – sie schaltet um.

Öffnungszeiten, Shopping, Restaurants: Ramadan ist Nachtzeit

Viele Einkaufszentren und Freizeitorte passen ihre Zeiten an – nicht unbedingt kürzer, sondern oft später. Restaurants sind tagsüber teils ruhiger, abends dafür ausgebucht. Hotels bauen Ramadan-Zelte auf, Pop-up-Märkte entstehen, und in manchen Vierteln wird der Spaziergang nach Iftar zum täglichen Ritual.

Für Besucher heißt das: Planen Sie Sightseeing eher in den Vormittag. Legen Sie den Strand früh. Und reservieren Sie abends – denn die Tische füllen sich schnell, sobald der Gebetsruf den Sonnenuntergang markiert.

Etikette: Kleine Gesten, große Wirkung

Ramadan in den VAE ist offen, international und gleichzeitig sehr bewusst. Wer sich an ein paar einfache Regeln hält, erlebt die Wochen nicht als Einschränkung, sondern als Einladung.

  • Rücksicht am Tag: In konservativeren Umgebungen diskret essen und trinken, laute Musik und demonstratives Rauchen vermeiden.
  • Kleidung: Eher bedeckter als sonst, besonders in Behörden, Moscheenähe und traditionellen Vierteln.
  • Timing: Kurz vor Iftar kann der Verkehr dichter sein – Termine nicht zu knapp planen.
  • Einladungen: Iftar-Einladungen sind ein sozialer Schlüssel. Pünktlich sein – und „Danke“ sagen, als wäre es ein Geschenk. Denn das ist es oft auch.
Eid al-Fitr: Das Finale mit Feuerwerkgefühl

Ramadan endet mit Eid al-Fitr – einem Fest, das in den VAE spürbar Energie freisetzt. Nach Wochen der Struktur wird gefeiert: Familien besuchen sich, Kinder bekommen Geschenke, viele Menschen reisen, und Freizeitorte sind voll. Auch hier gilt: Der genaue Zeitpunkt hängt vom Mond ab, doch Eid liegt direkt im Anschluss an den Ramadan und bringt in der Regel mehrere freie Tage, die sich auf Tourismus, Verkehr und Buchungslagen auswirken.

Wenn Sie die Emirate in dieser Phase erleben, sehen Sie zwei Seiten in einem Bild: die ruhige Disziplin des Monats – und danach ein Land, das sich wie ein geöffnetes Fenster anfühlt.

Reisen während Ramadan: So wird es richtig gut

Ramadan ist nicht „weniger“, sondern „anders“. Museen, Attraktionen und Strände sind in der Regel verfügbar, aber das Tempo ist ein anderes. Wer sich darauf einlässt, bekommt eine intensivere Version der Emirate: mehr Abende draußen, mehr gemeinsames Essen, mehr Gespräch.

  • Planen Sie Aktivität am Vormittag und lassen Sie den späten Nachmittag frei.
  • Buchen Sie Iftar in Hotels oder bekannten Restaurants, wenn Sie ein festliches Erlebnis möchten.
  • Nutzen Sie die Nächte: Shopping, Spaziergänge, Märkte und Cafés laufen oft bis spät.

Und vielleicht ist das der schönste Effekt: Man schaut wieder auf die Uhr – nicht um schneller zu sein, sondern um bewusst zu leben.

Real Estate & Investment Relevance

Ramadan ist in den VAE nicht nur ein kultureller Höhepunkt, sondern auch ein planbarer saisonaler Taktgeber für Konsum, Mobilität und damit indirekt für Immobilienmärkte. Für Investoren lohnt sich der Blick auf drei Ebenen: kurzfristige Cashflow-Effekte (Hospitality/Short Lets), operative Risiken (Betriebszeiten, Übergaben, Baustellen) und mittelfristige Nachfragemuster rund um Eid und die anschließende Reiseperiode.

  • Hospitality & Serviced Apartments: Abende und Nächte werden zur Primetime. Hotels und Serviced-Apartment-Anbieter erzielen häufig höhere F&B-Umsätze (Iftar/Suhoor) und profitieren rund um Eid von zusätzlicher Auslastung. Für Eigentümer in Kurzzeitvermietung zählen in dieser Phase vor allem gutes Pricing nach Wochentagen, Mindestaufenthalte um Feiertage und hochwertiges „Ramadan-ready“ Inventar (dunklere Vorhänge, Familien-Setup, flexible Check-ins).
  • Retail-nahe Lagen: Spätere Öffnungszeiten und starker Abendverkehr begünstigen Objekte in Fußnähe zu Malls, Promenaden und gemischt genutzten Quartieren. Für Retail-Assets sind Ramadan-Pop-ups, Nachtmärkte und Eventflächen relevante Zusatzerlöse; für Wohnimmobilien in denselben Lagen steigt die Attraktivität, wenn Lärm- und Parkkonzepte gut gelöst sind.
  • Transaktionen & Entscheidungszyklen: In vielen Unternehmen werden Termine und Unterschriften stärker in den Vormittag gelegt; Entscheidungsprozesse können sich gefühlt verlangsamen, weil Prioritäten anders gesetzt werden. Wer verkaufen oder vermieten will, gewinnt mit früh angesetzten Besichtigungen, klaren digitalen Prozessen (E-Sign, Online-KYC) und einer Planung, die die Tage um Eid als „Peak“ berücksichtigt.
  • Projektentwicklung & Bau: Reduzierte Arbeitszeiten beeinflussen Baustellenlogistik und Abnahmen. Für Entwickler und Käufer ist Ramadan eine Phase, in der Meilensteinpläne, Lieferfenster und Übergabetermine besonders eng abgestimmt werden sollten. Positiv: Weniger Hitze (weil Ramadan 2026 in eine kühlere Jahreszeit fällt) kann Outdoor-Arbeiten erleichtern – sofern Schichtmodelle passen.
  • Demand-Katalysator durch Eid-Reisen: Eid erzeugt Reisebewegungen und Familienbesuche. Für Short Lets ist das eine Nachfragewelle; für langfristige Vermietung kann es ein guter Zeitpunkt sein, Einzüge/Umzüge zu terminieren, weil viele Mieter ihre Planung an Feiertage koppeln.

Investor-Fazit: Wer Ramadan als saisonales Muster versteht, kann operativ besser steuern: Marketing und Besichtigungen auf Vormittage legen, Short-Let-Strategien auf Abend-Primetime und Eid-Peaks ausrichten, und bei Retail-/Mixed-Use-Lagen die „Night Economy“ als Werttreiber einpreisen. In einem Markt wie den VAE, in dem Lebensstil und Immobilien eng miteinander verbunden sind, wird aus einem religiösen Kalenderereignis jedes Jahr auch ein ökonomischer Takt – leiser am Tag, umso lauter in der Nacht.